Drum prüfe, wo du Wurzeln schlägst.

Arbeitgeber-Rankings und -Signets gibt es wie Sand am Meer, doch vor allem die für Frauen strategisch wichtigen Fragen hinsichtlich Karriereplanung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie bleiben meistens unbeantwortet.

Das Arbeitgeber-Signet top4women hilft Ihnen, auf einen Blick zu erkennen, welches Unternehmen unbedingt einen zweiten Blick Wert ist, weil es durch das Arbeitgeber-Signet signalisiert, dass Frauen im Unternehmen erwünscht sind und Frauenkarrieren unterstützt werden.

Frauen können überall da erfolgreich sein, wo sie, ohne Vorurteile zu erfahren, Leistung erbringen können, die entsprechend gewürdigt wird. Voraussetzung dafür ist eine offene und gendergerechte Unternehmenskultur, die Sie oft nur dann "am eigenen Leib" kennenlernen, wenn Sie bereits längere Zeit im Unternehmen sind. Und dann ist ein Jobwechsel bei Unzufriedenheit mit dem aktuellen Arbeitgeber nicht immer problemlos möglich - schon gar nicht dann, wenn eine eigene Familie ernährt werden muss.

Strategie und Langfristigkeit bei der Karriereplanung zahlen sich daher schon zum Berufseinstieg unbedingt aus - auch und vor allem was die Wahl des Arbeitgebers angeht! Besser und taktisch klüger ist es nämlich, potenzielle Arbeitgeber schon im Vorfeld auf Herz und Nieren zu prüfen - und dabei unterstützt Sie das Signet top4women.

Zur weiteren Orientierung haben wir Ihnen einen “7-Punkte-Schnell-Check” zusammen gestellt, der auch zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche dienen kann.

Zusätzliche Insider-Informationen und -Tipps bieten die Role-Models aus den unterschiedlichen Unternehmen, die wir auf www.top4women.com vorstellen.

Der top4women "7-Punkte-Schnell-Check"

1. Check: Das Unternehmen
Die Wahl des richtigen Unternehmens hängt – um auf Langfristigkeit zu setzen –  entscheidenden vom Standort des Unternehmens ab, von den Produkten und Dienstleistungen, die es anbietet, von generellen Einstiegs-, Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten und davon, wie krisensicher das Unternehmen aufgestellt ist. Diese Grunddaten sollten eruiert werden, um ein generelles Gefühl von dem zukünftigen Arbeitgeber zu bekommen, mit dem man sich in den kommenden Jahren als Mitabreiterin identifizieren möchte.

2. Check: Arbeitszeiten
Je höher Frauen und Männer auf der Karriereleiter nach oben steigen, umso  höher ist das Arbeitspensum. Dennoch bieten mehr und mehr Unternehmen flexible Arbeitszeitmodelle, die es Männern und Frauen ermöglichen, die Arbeitslast individuell aufzuteilen oder einen Teil der Arbeit in Home-Offices abzuleisten, um mehr Zeit für die Familie zu haben oder den Ansprüchen nach Work-Life-Balance gerecht zu werden. Schlagworte sind hier Vertrauensarbeitszeit, Teilzeitmodelle für Führungskräfte, Job-Sharing, Home-Office/Telearbeit. 
Selbst wenn für Frauen diese Arbeitszeitmodelle am Berufsanfang noch nicht relevant sind, so eröffnet ein Arbeitgeber mit felxiblen Arbeitszeitmodellen Perspektiven und Sicherheit, wenn irgendwann der Kinderwunsch im Raum steht und Frauen nicht vor die “Entweder-oder-Entscheidung” gestellt werden wollen, sondern Beruf und Familie kombinieren möchten.

3. Check: Vergütung
Dass Frauen immer noch weniger verdienen als Männer, ist bekannt. Umso wichtiger ist es für Frauen, beim potentiellen Arbeitgeber vor allem bei der Gehaltsfrage in Erfahrung zu bringen, welche Gehaltsmodelle es gibt, wie die Gehaltsentwicklung in den letzten Jahren ausgesehen hat, welche Sozial- und Nebenleistungen das Unternehmen anbietet und ob sich das Unternehmen im Bereich Equal Payment engagiert.

4. Check: Diversity-Aktivitäten 
Diversity-Aktivitäten eines Unternehmens können aber müssen nicht immer auch ein Indikator für eine gezielte Frauenförderung sein. Unternehmen, die sich im Bereich Diversity engagieren, werden das im Regelfall auf den firmeneigenen Webseiten und in Unternehmensbroschüren adressieren.

5. Check: Unternehmens-Kultur und Umgangsformen
Frauen sollten so viele Chancen wie möglich nutzen, sich auf Karrieremessen, Unternehmens-Events, Fachmessen, Vortragsveranstaltungen oder Kongressen persönlich mit Unternehmensvertretern zu unterhalten um herauszufinden, welchen Stellenwert Mitarbeiter im Unternehmen haben. Wie stellt sich das Betriebsklima dar? Was tut das Unternehmen im Bereich Work-Life-Balance? Wie hoch ist der Frauenanteil im Unternehmen generell und in Führungspositionen? All diese Fragen sind Indikatoren dafür, wie leicht oder schwer es Frauen im Unternehmen gemacht wird, Karriereambitionen umzusetzen.
Ein guter Anlaufpunkt ist die women&work, Deutschlands größter Messe-Kongress für Frauen, der jährlich in Bonn stattfindet.

6. Check: Familienfreundlichkeit
Familienfreundlichkeit ist vor allem für die Frauen entscheidend, die schon mit einem konkreten Kinderwunsch in den Beruf einsteigen oder den Wiedereinstieg planen. Frauen sind gut beraten, Unternehmen zu wählen, die Programme anbieten, die es Frauen (und Männern) ermöglichen, Beruf und Familie zu kombinieren. Die Bandbreite der Angebote in den Unternehmen ist hier sehr groß, die Umsetzung von Familienfreundlichkeit oft individuell und mit spanndenen Lösungsansätzen umgesetzt. Frauen müssen hier aufgrund der persönlichen Lebenssituation entscheiden, welchen Programmen sie den Vorzug geben.

7. Check: Frauenkarrieren
Ein Unternehmen kommt als potentiell guter Arbeitgeber tatsächlich nur dann in Frage, wenn neben allen Sonder- und Sozialleistungen und aller propagierten Familienfreundlichkeit im Unternehmen selbst auch die Möglichkeiten geschaffen werden, dass Frauen gleichberechtigt Karriere machen können. Das bedeutet, dass das Talentmanagement von Einstiegspositionen bis hin zum oberen Management transparent und “frauendurchlässig” ist. Dazu gehört vor allem eine faire und neutrale Leistungsbewertung von Mitarbeitern. Frauenfördernd sind aber auch Mentorenprogramme, unternehmenseigene Frauennetzwerke, Patenschaften, Integrationsveranstaltungen und Wiedereinstiegsoptionen nach Elternzeit.
Ob Unternehmen Frauenkarrieren aktiv vorantreiben und sich dem Frauenthema widmen, können Sie recht einfach auch daran erkennen, wenn Sie eine Sensibilität dafür entwickeln, ob Arbeitgeber auf Frauenveranstaltungen präsent sind, in eigene Frauennetzwerke investieren, eine interne Quote propagieren oder sich medial positiv zum Thema Frauenförderung äußern.

Wir empfehlen Ihnen, im Bewerbungsgespräch mutig zu sein, Ihre Wünsche und Visionen klar zu kommunizieren und Unternehmen an ihren Versprechungen zu testen. Je besser Frauen das Unternehmen im Vorfeld auf Herz und Nieren prüfen, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie zufrieden zur Arbeit gehen und erfolgreich im Job sind!